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Lest die Wahrheit!

Endlich ist es geschafft – mein Heimatroman „Die Wahrheit über Metting“ ist seit dem 13.10.2020 im Handel erhältlich, und zusätzlich als ElektrobuDie Wahrheit über Mettingch und zum Hören, gelesen von Martin Bross (aber leider nur bei Audible als Download verfügbar). Parallel zum Verfügbarkeitstermin ist eine Leserunde bei „Lovelybooks“ gestartet – und am 20. Oktober geht es in gleicher Sache in meinem Lieblings-Bücherforum „Büchereule“ los. Da, dort oder anderswo – lest mein neues Buch, und sagt mir, wie es Euch gefällt!

Danke und viel Spaß (und: bleibt gesund)!

Herzlich,
Tom

Die Wahrheit muss noch bis zum Herbst warten

Es hat dieses Mal ein bisschen länger gedauert, und aufgrund der unerwarteten Umstände dauert es leider noch ein wenig länger. Eigentlich war mein elfter Roman „Die Wahrheit über Metting“ für Ende Mai 2020 zur Veröffentlichung geplant. Weil aber in diesem Jahr vieles ganz anders ist, musste der Roman auf den Herbst verschoben werden, obwohl er längst fertig ist. Der offizielle Erscheinungstermin ist nunmehr der 13. Oktober 2020. Ab diesem Tag könnt Ihr, wenn Ihr wollt – was mDie Wahrheit über Mettingich sehr, sehr freuen würde – alles darüber erfahren, wie Tomás Lebesanft in den späten Siebzigern im niedersächsischen Metting groß wird, und zwar im „Alten- und Pflegeheim Horizont“ in Metting-Hasenhügel, einem Randbezirk der (von mir erfundenen) Kleinstadt. Ihr könnt dann auch Marieluise Benedickt kennenlernen, Toms erste Freundin, oder Gertrud, seine griechische Landschildkröte, und außerdem seinen besten Freund Filip aus Metting-Zeck. Und Toms etwas eigenartige Eltern – und die anderen Bewohner des Pflegeheims. Aber das ist nur der Anfang der Geschichte …

Auf die Ihr, wie erwähnt, nun leider noch ein paar Monate warten müsst. Ich hoffe sehr, dass wir alle diese Zeit gut überstehen. Bleibt gesund!

Herzlich,
Euer Tom

P.S.: Wenn Ihr auf die Cover meiner Bücher klickt, kommt Ihr nicht, wie Ihr das möglicherweise gewöhnt seid, auf eine Amazon-Bestellseite. Ihr landet stattdessen im Autorenwelt-Buchshop. Die Bücher, die Ihr dort bestellt – und das Sortiment ist umfassend -, liefert Euch libri nach Hause, aber der Shop hat eine Besonderheit: Vom Buchpreis geht ein kleiner Prozentsatz direkt an die Autoren, die sich dort registriert haben*. Wir bekommen nämlich von jedem verkauften Buch normalerweise nur ein paar Cent, ganz unabhängig davon, wo es gekauft wird, und gerade Autoren, die keine Bestseller haben, verdienen auf diese Weise erschütternd wenig Geld. Wenn Ihr also dort bestellt – und genauso schnell Eure Lieferungen bekommt wie sonst auch -, tut Ihr etwas Gutes. Nicht nur für mich. (* und bei Büchern von Autoren, die sich nicht registriert haben, geht der Beitrag an Autorenvereinigungen)

Zehn.

Heiliges Huhn. Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, als ich im Chefbüro des Verlags saß und Hände schüttelte, um das Schicksal meines ersten Romans zu besiegeln. Nein, es war nicht gestern, sondern vor mehr als dreizehn Jahren. Ungefähr gestern (plusminus drei, vier Tage) kam das Paket mit den Belegexemplaren meines zehnten Romans. Ab dem 21. Oktober 2016 ist er im gepflegten Handel erhältlich, als edel ausgestattete Klappbroschur: LANDEIER.

Zeit, mit ein paar Traditionen zu brechen, aber nicht mit allen. In „Landeier“ gibt es gleich zwei Ich-Erzähler. Der gescheiterte Großstadtjournalist Sebastian Kunze ist, wenn man so will, eine negative Hauptfigur, seine Frau Melanie, Erzähler Nummer zwei, möglicherweise eine positive. Das Buch spielt im herrlichen Spreewald, diesem pittoresken, sehens- und besuchenswerten Gurkenacker Gebiet südöstlich von Berlin. (Spaß beiseite. Ist wirklich schön da, und die Leute sind auch schrecklich nett.)

Hier die offizielle Inhaltsangabe:

Es ist das Paradies.
Es ist die Hölle.
Man nennt es Landleben.

Sebastian Kunze ist als Großstadtjournalist gescheitert. Er landet mit Frau und Tochter in der brandenburgischen Provinz, denn Melanie ist Psychotherapeutin, und auf dem Land gibt es, was sie braucht: Einen Kassensitz und therapiebedürftige Menschen. Doch die ländliche Realität zwischen Gurkenständen und Landgaststätten hält für das Paar einige Überraschungen bereit. Melanie traut sich bald kaum mehr auf die Straße – wegen all der «Bescheuerten». Sebastian hingegen lernt die Überschaubarkeit des neuen Lebens zu schätzen …

Lest selbst! Und: Viel Spaß dabei! Vielleicht sehen wir uns bei einer Lesung.

Ab August 2015 wird nachts getankt

Nein, dieser Roman wird keine Reminiszenz an jene Zeiten, als man sich des Nachts, wenn die Tankanzeige „Running On Empty“ anzeigte, noch eine Tankstelle suchen musste, die geöffnet hatte. „Nachttankstelle“ spielt in der Jetztzeit und in Berlin, genauer: In Neukölln. Jedenfalls überwiegend.

Das Buch handelt von Uwe Fiedler, 38, chronisch migränekrank. Er ist ein Gutmensch im positiveren Sinn des Wortes, leider aber auch ziemlich lethargisch und allgemein veränderungsscheu. Zehn Jahre hat er mit Ulrike zusammengelebt, aber das ist vorbei, und nun muss er wieder von vorne anfangen, oder eigentlich von hinten, denn es verschlägt ihn aus dem possierlichen Berlin-Friedenau nach Neukölln. Dort lernt er die mysteriöse Tresenkraft Jessica kennen, in die er sich verliebt, und nachts, an der Tankstelle, wo Fiedler jobbt, den Hedonisten Dominik Matuschek, der zuerst sein Mentor wird, dann aber ziemlich schnell sein Widersacher.

In meinem immerhin schon neunten Roman geht es um Freundschaft, Liebe und all diese Dinge, um die es ohnehin immer geht, übrigens auch in anderen Romanen, aber vor allem um Vertrauen, Ehrlichkeit und die Art, wie Menschen miteinander umgehen. Gentrifizierung spielt eine wichtige Rolle, es gibt eine Prise Verschwörung und eine Wagenladung origineller Figuren, wie ich meine. „Nachttankstelle“ ist witzig, lakonisch, manchmal ziemlich nachdenklich und insgesamt ein Buch, auf das hoffentlich nicht nur ich mich äußerst freue. Es hat jedenfalls großen Spaß gemacht, diesen Roman zu schreiben, der einerseits sicher recht liehrtypisch ist, dann aber auch wieder nicht.

Schaut selbst.

Ab August 2015 im gepflegten Handel. Morgens, mittags, abends, gerne aber auch nachts.

Und: Das Tanken nicht vergessen!

  (Bild aus der Verlagsvorschau. Die könnt Ihr hier herunterladen.)

Neverending Radio Nights

An das Gefühl – die Gefühle – kann ich mich noch sehr gut erinnern. Als ich das fertige Manuskript abschickte. Als mein Agent anrief, um mir mitzuteilen, dass er den Text sehr mochte. Als er abermals anrief, um mir anzukündigen, dass es einen Gesprächstermin bei „Aufbau“ gäbe. Als ich dort saß, vor dem Programmleiter und meinem zukünftigen Lektor, und mich ungläubig in einem richtigen Buchverlag umschaute, der wahnsinnigerweise ein Buch von und mit mir machen wollte. Als ich die Verträge unterschrieb (übrigens, ohne sie gelesen zu haben). Als ich die ersten Coverentwürfe sah. Als ich mit meinem Lektor unermüdlich endlose Gespräche führte, über Figuren, Schauplätze, die Anordnung von Kapiteln – und all das immer noch für einen absurden Traum hielt. Als ich erstmals Danksagungen verfasste. Als ich die erste Verlagsvorschau erhielt, in der ein Roman von mir angekündigt wurde. Als die Fahnen kamen. Als die Belegexemplare geliefert wurden. Als die erste Besprechung erschien (in einem Frauenmagazin namens „Allegra“). Als ich hypernervös und psychisch wie physisch völlig am Ende nach zwanzig angstvoll durchwachten Nächten vor dem Buchpremierenpublikum saß und aus meinem ersten Roman vorlas. Als die ersten Leserbriefe eintrafen.

Ich habe jetzt, in diesem Augenblick, während ich das hier schreibe, eine mordsmäßige Gänsehaut. Zwischen meinem ersten fiktionalen Text und der Veröffentlichung meines ersten Romans lagen 25 Jahre. Als es dann tatsächlich passierte, war das weit mehr als nur die Erfüllung eines Traums. Mir fällt leider kein Vergleich ein, der funktionieren könnte. Es ist nicht in Worte zu fassen. Und ich werde es ganz sicher nie vergessen, jedenfalls so lange nicht, wie ich über ein funktionierendes Gedächtnis verfüge.

Nicht nur deshalb liegt mir mein Erstling „Radio Nights“ sehr am Herzen. Wann immer ich dieses Buch zur Hand nehme, um ein paar Seiten zu lesen, kann ich mich leicht in die damalige Stimmung versetzen. Ich weiß noch, wo ich was geschrieben habe, und wann, oder welche Realpersonen für welche Romanfiguren Pate standen. Ich weiß noch, wie energisch und ehrgeizig und auch naiv und überzogen erwartungsvoll ich damals war. Wie die Gespräche verliefen, die ich mit befreundeten Autoren rund ums Manuskript führte. Wie sehr ich mich in Donald, Lindsey, Frank, Hagelmacher, Liddy und all die anderen Figuren verliebt habe. Die auch jetzt noch, über zehn Jahre danach, wie alte, lange nicht mehr getroffene Freunde in meinem Kopf herumspuken. Manchmal, wenn ich Radio höre, frage ich mich, was Donald „Don FM“ Kunze wohl zu dem sagen würde, was da gesendet wird.

Und deshalb freut mich außerordentlich, dass der Aufbau-Verlag im Jahr 2014 eine weitere Neuauflage dieses Romans publizieren wird. Es ist nach 2008 schon die zweite Neuauflage, und damit die fünfte insgesamt. Es ist nicht selbstverständlich, dass Romanen, die keine Bestseller waren, verlagsseitig so lange die Treue gehalten wird. Und es ist sehr schön, zu wissen, dass auch in Zukunft noch Menschen dieses Buch, meinen ersten Roman, in die Hand nehmen, kaufen und lesen können, um gleich zweimal zu erfahren, wie bedeutsam Lebensträume sein können, sind und sein sollten.

Und so wird es aussehen: