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Die
Welt ist angefüllt mit Geschichten. Jeder Mensch, jedes Tier,
jeder Gegenstand, jedes Aroma in der Luft, jeder Schattenwurf,
jedes Geräusch hat etwas zu erzählen. Man muß
nur hinsehen, hinriechen, hinhören, hinfassen. Dann
endet es nie. Ein Moment der Begegnung, eine flüchtig wahrgenommene
Geste, ein Seufzer. Alles ist Geschichte, war Geschichte und kann
Geschichte werden. Aber nicht alles ist spannend, unterhaltsam,
anrührend oder interessant. Autoren nehmen all diese Geschichten,
geben ihnen einen fiktionalen Raum und erzählen sie neu.
Aber es kommt auf das Wie an, nicht so sehr auf das Was. Hat Harry
Mulisch gesagt. Und der muß es schließlich wissen.
Schriftstellersein
ist großartig. Ich habe schon immer davon geträumt,
einer zu werden, jetzt bin ich es. Ich muß nichts weiter
tun, als all die Geschichten, die mir begegnen, zu verweben, neu
zu erzählen, fortzuführen, verstehbar zu machen. Das
ist die wundervollste Tätigkeit, die ich mir vorstellen kann.
Danke
dafür, daß ich das tun darf.
Herzlich,

Ich freue mich sehr über
Leserbriefe:
post@tomliehr.de.
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